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‚Knetterheide‘

Birgit Meineke


Seiten 165 - 192



Überlieferung und vorgängige Diskussion der alten Flurbezeichnung Knetterheide in Verbindung mit dem altnordischen Namen der Gnitaheidr werden sprachhistorisch beleuchtet. Vor dem Hintergrund nordwestdeutscher Toponymie erscheinen beide Ortsnamen als Zeugen unterschiedlicher Zeitstufen zweier germanischer Einzelsprachen, die eine Geröllheide bezeichnen. Die Bestimmungswörter der morphologisch verschieden strukturierten Namen sind etymologisch verwandt. Eine aus literarhistorischer Sicht hergestellte symbolisch-mythische Verbindung zwischen der altnordischen Gnitaheidr und dem Namen des heutigen Stadtteils von Bad Salzuflen, Kr. Lippe, ist mit den verwandten Namenbildungen allein nicht zu erweisen.

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