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Die Zeitschrift ‚Brigitte‘ und der Kaiser ‚Wilhelm‘ Sekt

Was qualifiziert einen Rufnamen für eine „zweite Karriere“ als Markenname?

Elke Ronneberger-Sibold, Sabine Wahl


Seiten 349 - 378



Gegenstand dieses Aufsatzes sind deutsche Markennamen, die zwischen 1894 und 2008 gesichert wurden und einen Rufnamen enthalten. Diese Rufnamen sollen unter Anderem zu einer Personifizierung der Marken und damit zur Kundenbindung beitragen. Wir untersuchen lexikalische, morphologische und vor allem gestalthaft erfasste phonologische Eigenschaften, die Rufnamen für diese Funktion besonders geeignet machen. Dabei spielen der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Rufnamen sowie der historische, soziokulturelle und politische Hintergrund eine große Rolle. Die phonologischen Eigenschaften werden mit ihren Entsprechungen bei den beliebtesten Rufnamen zur Benennung von Neugeborenen der jeweiligen Jahrgänge verglichen. Seit den Siebzigerjahren nähern sich nicht nur in lautlicher, sondern auch in allen anderen untersuchten Hinsichten die männlichen Rufnamen in Markennamen an die weiblichen an. Verschiedene Motive für dieses Phänomen werden diskutiert.

This paper is about German brand names registered between 1894 and 2008 and containing a proper first name. These names aim, among other things, at a personification of the brands and thereby to customer loyalty. We have investigated lexical, morphological, and, in particular, phonological features perceived in a gestalt-like way that make first names particularly suitable for this function. The differences between male and female first names as well as the historical, socio-cultural and political background play an important role here. The phonological features are compared to the corresponding most popular first names for new-born children in the respective years. Since the nineteen-seventies, the male first names used in brand names have been becoming more similar to the female ones not only phonologically, but also at all other levels investigated here. Different motives for this phenomenon are discussed in the paper.

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