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Tiernamen – Zoonyme. Forschungserträge und Forschungsperspektiven zu einer wissenschaftlich vernachlässigten Namenklasse Beitrag

Antje Dammel, Damaris Nübling, Mirjam Schmuck

Beiträge zur Namenforschung, Volume 50 (2015), Issue 1-2, Page 1 - 36

Dieser Beitrag versteht sich als Plädoyer für eine intensivierte Tiernamenforschung, da die Benennung von Tieren als Seismograph der (sich wandelnden) Mensch-Tier-Beziehung gelten kann. Neben einem Kurzüberblick über die bisherige, eher dürftige Tiernamenforschung in Deutschland befassen wir uns mit der Frage, welche Tiere überhaupt benannt werden und welche Namen es sind, die man ihnen gibt. Vor dem Hintergrund bisheriger und vor allem der in diesen beiden Bänden nun vorliegenden Tiernamenforschung versuchen wir zu klären, ob Tiernamen immer individueller werden und ob am Namen auch das Geschlecht des Tiers markiert wird. Anschließend befassen wir uns mit der Benennung von Tieren früher und heute sowie im Kulturvergleich. Ausblickend skizzieren wir weitere Forschungsdesiderata.


Zwischen Nummer und Name. Zur Benennung von Versuchstieren Beitrag

Damaris Nübling

Beiträge zur Namenforschung, Volume 50 (2015), Issue 3-4, Page 495 - 515

Versuchstiere in Laboren entstammen meist strenger Zucht und werden zum Beispiel für Arzneimitteltests eingesetzt. Dieser Beitrag befasst sich erstmals mit der Benennung von Versuchstieren, die zwischen bloßer Identifikation (mit Nummern) bis hin zu maximaler Individualisierung (mit Individualnamen) oszillieren kann. Dabei wird auch die Nahtstelle zwischen (nichtsprachlicher) Individualkennung und (sprachlicher) Benennung beleuchtet. Am Beispiel von Mäusen und Affen im Paul-Ehrlich-Institut Langen werden die Voraussetzungen, Faktoren und Praktiken der Namenvergabe untersucht: Erfahren Mäuse eine Identifizierung anhand ihrer Käfignummer und künstlicher Fellmarkierung, bekommen Makaken neben der Registrierungs- und Tätowierungsnummer auch Rufnamen, oft sogar einen zusätzlichen Kosenamen, da die TierpflegerInnen viele Jahre mit ihnen verbringen und sie auf der Belebtheitshierarchie den Menschen nahe stehen. Der reine Nutzeffekt wird hier ausgeblendet. Außerdem befasst sich der Artikel mit den generellen Unterschieden zwischen (de-individualisierender, aber identifizierender) nummerierender und (individualisierender) onymischer Benennung sowie dem hohen Maß an Körperlichkeit, das Namen häufig zugeschrieben wird, besonders von Trägern manipulierter oder aufgezwungener Namen.


‚Der Schauinsland‘ – ‚die Mobiliar‘ – ‚das Turm‘. Das referentielle Genus bei Eigennamen und seine Genese Beitrag

Fabian Fahlbusch, Damaris Nübling

Beiträge zur Namenforschung, Volume 49 (2014), Issue 3, Page 245 - 288

Das Genus von Eigennamen verhält sich grundlegend anders als das von Appellativen. Im Zuge der Proprialisierung legen Eigennamen ihr appellativisch ererbtes Genus ab und entwickeln nach und nach ein eigenes, referentiell zugewiesenes Genus, das fest mit einer bestimmten Objektklasse verbunden ist (sieh ‚die Kaiser Wilhelm‘ als Schiff, ‚das Kaiser Wilhelm‘ als Hotel). Damit leisten die onymischen Genera einen echten Beitrag zur Klassifikation und bilden einen Fall von Degrammatikalisierung. Dieser Artikel untersucht die Entstehung und Festigung onymischer Genera am Beispiel von Namen für Flüsse, Berge, Restaurants und Hotels, Versicherungen, Banken, Fluggesellschaften, Autos, Motorräder und Konzerne und stellt das Prinzip eines onymischen Ikonismus auf.

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